Weinjahr & Lese

Erntebericht 2018.

Nach einem milden Winter regnete es im März deutlich mehr als in anderen Jahren. Durch die vielen Niederschläge in Verbindung mit frühlingshaften Temperaturen mussten wir sehr sorgfältig arbeiten, um die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden. Als diese Phase überwunden war, entwickelten sich die Rebstöcke außerordentlich gut. Im Mai war die Médoc-Region von starken Hagelschauern betroffen, doch wir hatten großes Glück! Die 35 Hektar Rebfläche von 35 von Château Fontesteau blieben verschont.

Der Sommer war heiß und trocken, doch durch die Nähe zum Atlantic kühlten die Trauben während der Nacht ab, was für die Entwicklung der Aroma- und Bukettstoffe wichtig ist. Im August und September herrschten in der Appellation Haut-Médoc ideale Temperaturen und viel Sonne. In den Fontesteau Weinbergen bagannen wir der vollreifen Trauben haben wir am 26. September begonnen. Aufgrund der konstant guten Wetterbedingungen konnten wir uns Zeit lassen.

Die Rotweinmoste präsentieren sich farbkräftig. Erste Verkostungen überzeugen mit intensiven Aromen reifer Früchte und schönen Tanninen. Durch die hohen Oechslegrade, die die Beeren in diesem Jahr erreichten, sind die Weine recht alkoholreich und haben wenig Säure. Für mich als Kellermeister ist der Jahrgang eine Herausforderung, da er kaum mit einem anderen vergleichbar ist. Aber wenn wir die Entwicklung während der Reifelagerung im Barrique aufmerksam verfolgen, bin ich mir sicher, dass wir am Ende einen großen Jahrgang in der Flasche haben werden!

Dominique Fouin, Winzer